the globetrotter

der; (Weltenbummler);
Mensch mit gro├čem Drang die Welt zu bereisen. Individualist. Offen und unvoreingenommen. Auch wenn er nicht reist, ist er immer unterwegs.


Die aktuelle Reiseroute

Das Land des Kondors

South AmerikaStepMapSouth Amerika

Reise folgen

Afrika Ostroute

25.875 km von Augsburg nach Durban

AT2014Afrika BlogAfrikaroute

Reise nachlesen

├ťberland nach Indien

In 25 Tagen von Augsburg nach Goa

Augsburg - GoaStepMapAugsburg - Goa

Reise nachlesen


Mit dem Oldie-LKW durch S├╝damerika. Aktueller Blog

And up again

Ende M├Ąrz 2016

Schade eigentlich
Vom argentinischen Teil Feuerlands haben wir wieder nach Chile gewechselt, waren in Punta Arenas und Puerto Natales, beides sehr touristisch geprägte Orte. Anders sah es dann, wieder auf der argentinischen Seite in El Calafate, auch nicht aus. Dort ereilte uns dann bedauerlicherweise ein Schaden im Kupplungsgestänge, so daß wir über keine 50 Meter Piste mehr rumpeln konnten, ohne, daß das Kupplungspedal auf den Boden fiel. Um zumindest normale Strassen fahren zu können, liess sich das Problem vorläufig mittels eines Gummiexpanders lösen. Leider hiess das für uns: Keine Carretera Austral (Chiles legendäre Nord-Süd-Verbindung). Aber die Eindrücke von dort und auch anderen Highlights Patagoniens finden sich demnächst in Katjas Bildersammlung.

Todessterne, Strassenkampf und der endlose Zaun
Erwähnenswert finde ich einige Besonderheiten im argentinischen Strassenbild. Zum einen verblüfft der allgegenwärtige hüfthohe Zaun der wirklich jede Überlandtrasse im Abstand von rund 20 Metern beidseitig  begleitet. Dahinter befindet sich aber keine Ackerfläche oder Privatgrund. Also muss er wohl als Schutz vor Tieren angelegt worden sein. Nur: Die kleineren laufen untendurch und die immer anwesenden (Lama-ähnlichen) Guanacos hüpfen mühelos darüber. Ein Rätsel. Oder soll der am Ende Menschen und Autos draussenhalten?!
Wahlkampf wird hier auch sehr unkonventionell betrieben. Der Name des Kandidaten für zum Beispiel das Amt des Gouverneurs einer Region, wird einfach (zusammen mit dem Wahljahr) überall hingemalt oder -gesprüht wo ein Platz zu finden ist. An Strassenbegrenzungen, auf die Rückseite von Schildern, auf Kanalbrücken, oder schlicht direkt auf den Gehweg.
Tödliche Unfälle ereignen sich ja zwangsläufig und in einigen Provinzen werden an den Schauplätzen Schilder mit grossen Sternen darauf aufgestellt. Andernorts werden diese Sterne direkt auf der Strasse platziert und mit dem Namen der Opfer versehen.

Inseltrauma
Überall in Argentinien finden sich Schilder, Museen und Gedenkstätten zu den Malvinas. (Niemals Falklandinseln sagen) Es wurmt die Menschen hier wohl enorm, daß die Briten dieses Territorium ihr Eigen nennen. Entsprechend wird alles Englische (inkl. der Touristen natürlich) geschmäht. Ushuaia wurde zur (exterritorialen) Hauptstadt der Inseln ausgerufen und jedermann wird überall mit dem Slogan „Las Malvinas son Argentinas“ versorgt.

Der Gesamteindruck
der von uns bereisten Gegenden ist ausgesprochen positiv. Zwar wird ein europäischer Standard nicht wirklich erreicht, (die Internetz-Verbindungen in Argentinien schwanken z.B. grundsätzlich enorm) aber es herrscht ein sehr entspanntes und freundliches Miteinander. Spanisch zu können ist hier allerdings Voraussetzung, denn kaum jemand spricht englisch. Für uns ist aber vor allem Eines klar: Wir kommen wieder!